Wenn die beste Idee entscheidet: Führung auf Augenhöhe im SHK-Handwerk

Shownotes

In der zweiten Folge des Podcasts „Frauen im Handwerk“ spricht Katrin Drogatz-Krämer, Fachredakteurin der SBZ – Das SHK-Magazin, mit Andrea Gabriel. Sie ist Geschäftsführerin des SHK-Familienbetriebs Gabriel GmbH – Heizung Sonne Bad in Oberschwaben und steht für moderne, wertebasierte Führung im Handwerk.

Für Andrea Gabriel ist klar: Ein zukunftsfähiges SHK-Handwerk braucht Gleichberechtigung, Respekt und echte Zusammenarbeit auf Augenhöhe. Nicht Geschlecht oder Titel zählen, sondern die beste Idee, Leistung und gemeinsame Leidenschaft für das Handwerk.

In der Podcastfolge spricht sie darüber, • warum Frauen im SHK-Handwerk selbstverständlich dazugehören • wie Führung auf Augenhöhe im Familienbetrieb gelebt wird • weshalb Teamarbeit und Respekt zentrale Erfolgsfaktoren sind • und was es braucht, um das Handwerk nachhaltig weiterzuentwickeln.

Eine inspirierende Folge über modernes Unternehmertum, klare Werte und die Kraft guter Ideen im SHK-Handwerk.

Jetzt reinhören und neue Perspektiven entdecken!

Transkript anzeigen

00:00:00: Sie soll sich doch hinter den Herd verziehen, wo sie hingehört.

00:00:03: Willkommen zu Frau einem Handwerk, dem Podcast der SPZ.

00:00:07: Wir sprechen mit Frauen, die im Sanitär, Heizungs- und Klimahandwerk nicht nur mit anpacken, sondern die Branche prägen.

00:00:15: Wir schauen hinter die Kulissen eines Gewerks, das im Wandel ist.

00:00:18: Und wir hören denen zu, die es mitgestalten.

00:00:22: Mein Name ist Kathrin Drogatz-Kremer.

00:00:24: Ich bin Fachredakteurin der SPZ, das SHK-Magazin.

00:00:28: Heute spreche ich mit der Geschäftsführerin Andrea Gabriel.

00:00:32: Sie führt gemeinsam mit ihrem Mann Gerhard den SHK-Familienbetrieb Gabriel GmbH Heizung Sonnebad mit vierzehn Mitarbeitern in Ebersbach, Moosbach in Oberschwaben.

00:00:45: Andrea, schön, dass du da bist.

00:00:47: Für alle, die dich noch nicht kennen.

00:00:49: Wer bist du und was macht dein Betrieb genau?

00:00:53: Hallo, liebe Katrin.

00:00:55: Vielen Dank erst mal für die Möglichkeit, hier über meinen doch recht ungewöhnlichen Weg im SHK-Handwerk zu berichten.

00:01:05: Unser Heizungs-Sanitärbetrieb, die Gabriel GmbH, gibt es nächstes Jahr fünfzig Jahre.

00:01:12: Wir haben uns auf die Heizungsmodernisierung und das Komplettbad im bewohnten Haus spezialisiert.

00:01:19: und sind seit adhesivebenen siebzig im Bereich regenerative Energien tätig.

00:01:27: Unsere drei Söhne, Victor, Stefan und Frank, sind alle drei in unserem S.H.K.

00:01:33: Betrieb als Meister beschäftigt.

00:01:38: Seit zweiunddreißig Jahren bin ich hier im Betrieb fürs Büro zuständig.

00:01:46: Zusätzlich habe ich die Verantwortung über das Komplettbad, über alle Geworge, also vom Erstgespräch, über die Planung, die Bemusterung, die Bauleitung bis hin zur Abrechnung und Endabnahme.

00:02:00: Wie gesagt, Bohrerorganisation, Nachhaltigkeit und Marketing gehören auch noch in mein Aufgabenfeld.

00:02:09: Wie bin ich zum Komplettbad gekommen?

00:02:13: Mein Mann Gerhard kam vor gut zehn Jahren komplett gestresst von einer Badbemusterung zurück.

00:02:22: Badbemustern war überhaupt nicht seine Welt.

00:02:25: Farben aussuchen, verschiedene Waschbecken raussuchen, was auch immer nicht mehr eine Sache.

00:02:34: Wie gesagt, er kam komplett gestresst zurück und sagte zu mir, Andrea, Wir nehmen das Thema Bad aus unserem Formen-Logo raus.

00:02:46: Es heißt ab jetzt nur noch Gabriel Heizung Sonne.

00:02:50: So, mein erster Satz auf diese Ankündigung war, nein, Veto, das erste Mal im Betrieb, das ich Veto einlegte, Bad bleibt.

00:03:02: Also sagte mein Mann, dann ist Bad ab jetzt dein Problem.

00:03:08: Also.

00:03:09: Das war der Moment, an dem du gemerkt hast, jetzt will ich mitgestalten, oder?

00:03:14: Nee, gestalten, mitgestalten, das habe ich ja schon immer getan.

00:03:19: Schon als wir uns kennenlernte, war es ja so, dass mein Mann mich mitgenommen hat auf Baustellungen, auf Störungen, auf Heizungsfortbildungen, dass mir das immer schon Spaß gemacht hat zu gestalten.

00:03:32: Denn

00:03:33: nur wenn ich gemeinsam oder wenn ich gestalte, mitgestalte, nur dann haben wir auch gemeinsames Ziel vorauge und den Machtausarbeiter.

00:03:44: Viel, viel mehr Spaß.

00:03:46: Ich

00:03:47: weiß, dass dir dein Mann zur Hochzeit neunundvierzig Prozent der Firma geschenkt hat.

00:03:52: Das ist ja mal eine recht ungewöhnliche Liebeserklärung.

00:03:56: Heißt das, dass dein Mann bei Entscheidungen am Ende dann doch das letzte Wort hat?

00:04:03: Ich denke mal, mit meinem Veto ist die Frage an sich beantwortet.

00:04:07: Nee, hat er nicht, denn bei uns ist schon immer so gewisse die beste Idee entscheidet und die wird in der Umsetzung.

00:04:15: Wie hat sich aus dein zur Hochzeit geschenken Firmenanteilen dann deine Rolle als Firmenhaberin entwickelt?

00:04:23: Jedes Geschenk ist auch eine Verantwortung, gerade so ein großes Geschenk natürlich.

00:04:29: Das Mitgestalter war aber ganz wichtig.

00:04:32: Wir feiern zusammen Erfolge, aber müssen natürlich auch gemeinsam Misserfolge ausbügeln, ist ganz klar.

00:04:39: Aber an Misserfolge wächst man als Person und natürlich kann sich die Format er deutlich besser weiterentwickeln durch Misserfolge.

00:04:47: Mhm, ganz genau.

00:04:49: Bitte berichte uns, welche Ausbildung du hast und wie du anschließend zum SHK-Handwerk gekommen bist.

00:04:57: Ja, da muss ich jetzt ganz weit ausholen.

00:04:59: als zwölfjähriges Mädchenware im Musikverein.

00:05:05: Ein anderer Musikkollege hat mit seiner Familie, seinem Sohn, seiner Frucht und seiner Frau ein Handwerksbetrieb geleitet.

00:05:16: Und ich mir das einfach so durch den Kopf geschossen, wo ich die so beobachtet habe, dass ich gesagt habe, genau das wäre mein Ding.

00:05:25: Einige Jahre später kam es denn dazu, dass ich im Ausbildung Sucher habe.

00:05:32: Mein Mutter wollte immer, dass ich in die kaufmännische Richtung gehe.

00:05:36: Das ist aber von mir absolut undenkbar gewesen, denn meine Liebe gehört der Technik.

00:05:42: Also bin ich technische Zeichnerin geworden oder habe die Ausbildung begonnen und wollte anschließender Maschinenbaustudium dranhängen.

00:05:52: Während meiner Ausbildung habe ich meinen Mann Gerhardt kennengelernt und es war recht schnell klar, dass mir auch zusammenbleibt und dass ich eben in der SHK-Betrieb mit einsteige.

00:06:05: Aber als was?

00:06:08: Es war so, dass meine zukünftige Schwiegermutter mir ganz klar signalisiert hat, sie möchte aufhören.

00:06:19: Ich persönlich wäre ja lieber in der SHK-Kunderdienst gegangen und hätte eine Ausbildung gemacht, aber schlussendlich hat mich alle so lange beschwatzt, bis ich den gesagt habe, okay, dann mache ich halt die Ausbildung als Boro-Kaufrau, weil sich natürlich auch deutlich besser in die Familie mit den geplanten Kinder integriert ließe, weil Kinder im Boro geht leichter wie Kinder auf der Baustelle.

00:06:46: Genau.

00:06:47: Und seit deiner Zeit bin ich jetzt selber fürs gesamte Büro verantwortlich.

00:06:53: In der Zeit habe ich aber immer technische Fortbildungen gemacht.

00:06:57: Denn wie gesagt, Büro war für mich schon immer eher ätzend.

00:07:02: Dementsprechend bin ich relativ schnell auch in die Heizungsberatung und in der Heizungsverkauf neigrutscht, was mir unwahrscheinlich viel Spaß gemacht hat und mein Mann mir auch tatsächlich erlaubt hat.

00:07:17: Wie war das bei technischen Schulungen für dich als Frau in einer doch recht Männerdominierten Branche?

00:07:23: Hattet ihr im Betrieb außer dir noch weitere Frauen auf den Baustellen?

00:07:29: Für mich war das überhaupt kein Problem, weil ihr als technische Zeichnerin aus dem Großwerkzeugbau kam und im Großwerkzeugbau hat es auch nur ganz sporadisch Frauen.

00:07:42: Dementsprechend für mich normal.

00:07:45: Die Schulungsleiter hatte ab und zu etwas Probleme damit.

00:07:50: Zuerst einmal war natürlich das Thema, bin ich wirklich zum Lernen da?

00:07:54: oder nur als Dekoration.

00:07:56: Nachdem wir das immer geklärt haben, hat es eigentlich immer sehr, sehr gut funktioniert.

00:08:01: Damals mit fünf Mitarbeitern waren keine andere Frauen bei uns in Betrieb.

00:08:07: Dazu waren wir einfach zu

00:08:08: klein.

00:08:09: Okay, zur Dekoration.

00:08:14: Wir haben dich, deine männlichen Kollegen, auf der Baustelle akzeptiert.

00:08:18: War das eine sofortige Akzeptanz?

00:08:20: Du bist ja schließlich die Chefin.

00:08:22: Oder gab es da auch skeptische Blicke?

00:08:25: Skeptische Blicke, die gibt es eigentlich immer.

00:08:27: Und da ist es wurscht, welches Geschlecht.

00:08:29: Männlich, weiblich, dick, dünn, jung, alt.

00:08:33: Das ist vollkommen egal.

00:08:35: Ich bin ja nicht nur die Chefin von... meinen Mitarbeitern sozusagen, sondern ich habe ja die andere Gewerke auch noch unter mir in der Bauleitung.

00:08:45: Ja, das ist manchmal ganz lustig, vor allem wenn man mit neuen Betrieben zusammenarbeitet.

00:08:52: Aber da muss man halt denen ganz klar machen, dass der Fokus auf den Kunde und sein Projekt liegt und nicht auf mir oder am anderen Handwerker.

00:09:03: Das ist aber überhaupt kein Problem.

00:09:07: Gab es einen Moment, an dem du dachtest, jetzt reicht?

00:09:10: Mir ist das zu viel?

00:09:12: Ja, das war so eine Geschichte.

00:09:15: Und zwar vor mehreren Jahren haben wir mit einer neuen Fliesenleger-Format zusammen geschafft.

00:09:22: Die gab es schon recht lang.

00:09:24: Das war ein alter Fliesenlegermeister.

00:09:27: Ich habe Die gesamte Planung macht, ich habe die gesamte Zeichnung gemacht, mit der Bauherrschaft, alles genau durchgesprochen, wie sie die Flüße möchtet, wo sie Mosaik möchtet, wie auch immer.

00:09:40: Bin auf die Baustelle gekommen und der Flüsseleger hat lustig gemacht, Wasser hat Wellen.

00:09:44: Dann habe ich ihn darauf angesprochen und gesagt, hier ist doch alles im Plan drin und wieso, dass er sich daran hält.

00:09:55: Es gefällt ihm nicht.

00:09:56: Ich sagte, er gefällt nicht, gibt es nicht.

00:09:58: Nachher in dem Moment hat er mit mir gar nicht mehr gesprochen, sondern er hat nur zu meinem Mitarbeiter, der neben ihm gestanden ist, nachher gesagt, sag ihr, sie soll sich doch hinter den Herd verziehen, wo sie hingehört.

00:10:13: War wenig lustig.

00:10:16: Aber die Konsequenz war halt dann auch die, dass ich die Zusammenarbeit mit der Reforma in Zukunft gestrichen habe.

00:10:26: Das ist absolut respektlos.

00:10:28: Wie sehr reagierst du entsprechend darauf?

00:10:32: Welche Eigenschaften und Fähigkeiten haben dich persönlich am meisten im Handwerk unterstützt?

00:10:39: Ganz klar, der Spaß am Bäder bauen und das Wissen an der richtige Stelle zu sein, das hat mich absolut beflügelt.

00:10:47: Die Eigenschaften, die mich als Kind und Jugendliche eher behindert und teilweise auch ausgegrenzt hat, die sind hier.

00:10:54: absolut richtig an der Stelle.

00:10:56: Und zwar, ich habe eine gewisse Dickhüpfigkeit, eine Beharrlichkeit, bin auch etwas dominant, habe aber auch Ausdauer, Kreativität, kommunikationsfähig und ich bin sehr strukturiert.

00:11:11: Aber bereit, die extra Meile zu gehen, das ist mein Volksrezept und ein bisschen anders sei als alle anderen, gehört da einfach dazu.

00:11:21: Wie hat sich das Teamgefüge durch dich als Frau und vorgesetzbar verändert, seitdem du dabei bist?

00:11:26: Wie erlebst du das konkret in deinem Alltag?

00:11:32: Es hat sich nachhaltig geändert.

00:11:35: Ganz klar, noch dreißig Jahre, wenn es sich da nicht ändern wurde, wäre ja schlimm.

00:11:41: Ich bin durch mein Komplettbad viel näher an meine Mitarbeiter rangerutscht.

00:11:48: Wir müssen gemeinsame Lösungen finden vor irgendwelche Herausforderungen, die sich jeden Tag neuer ergeben.

00:11:54: Es ist ein plett anderer Blickwinkel durch meine frühere Ausbildung als technische Zeichnerin auf die Badplanung und eine komplett andere Durchführung als die, die mein Mann als Handworxmeister gemacht hat.

00:12:12: MT und Fachwissen, unter anderem Verumbau von Bädern, von Menschen mit Behinderungen oder individuelle Einschränkungen sind eine Herausforderung, aber daran stelle ich mich sehr, sehr, sehr gern.

00:12:27: Und wie ist es

00:12:29: für dich

00:12:29: heute als Frau im SHK-Handwerk?

00:12:32: Hat sich die Branche in den letzten Jahren verändert?

00:12:36: Selbstverständlich.

00:12:37: Die Branche, die ist im Wandel.

00:12:40: Und heute ist es deutlich einfacher für eine Frau in der Branche zu arbeiten.

00:12:46: Die junge Generation hat überhaupt kein Problem, dass Frauen auf der Baustelle mitarbeitet.

00:12:53: Andrea, hast du in deinem Team aktuell auch Frauen?

00:12:56: Und wie reagieren Kunden und Kollegen darauf, wenn du Frauen am Start hast?

00:13:02: Ja, rund ein Drittel unserer Mitarbeiter sind Frauen.

00:13:06: Unsere SHK... Auszubildende Jana und ich, wir sind das Team Baustelle und die anderen Damen, die sind im Büro.

00:13:15: Unsere Kunden sind zwar im ersten Moment überrascht, dass Frau auf die Baustelle kommt, reagiert aber durchweg positiv.

00:13:26: Was glaubst du?

00:13:27: Warum entscheiden sich noch immer so wenige Frauen für das Essarkanwerk?

00:13:32: Was musste aus deiner Sicht passieren, damit sich das ändert?

00:13:37: Ein ganz großer Punkt ist die fehlende Präsenz von Handwerksberufe, natürlich auch unserem SHK-Beruf in Schule und im Elternhaus.

00:13:49: SHK hat meiner Meinung nach wirklich goldene Bode und sowohl Frauen als auch Männer können den Beruf sehr gut ausüben.

00:13:59: Es ist ganz wichtig, dass man das der Bevölkerung erklärt.

00:14:04: Unser Weg zu mehr Auszubildende, also weibliche Auszubildende, ist ganz klar die Bildungspartnerschaft mit Schule.

00:14:13: Das Treffen Lehrer, Eltern und Schüler ist ganz wichtig und da nehmen wir uns also Tiana, unsere Auszubildende und ich uns auch ganz gern Zeit dafür.

00:14:26: Denn so kommen wir ins Gespräch und Das Handwerk ist die Zukunftsbranche.

00:14:33: Ganz klar, wir sehen doch jetzt alle die Probleme von der große deutsche Konzerne.

00:14:39: Und wo kann die alle zu knappern haben?

00:14:43: Es ist ganz wichtig, dass uns gelingt, gleich viel Männer wie Frauen, in das tolle, kreative SHK-Handwerk zu bringen.

00:14:53: Denn sonst haben wir in den nächsten Jahren ein riesiges Problem, die Grundversorgung an Wasser und an Worme überhaupt dicken zu können.

00:15:01: Allerdings, wenn du an deine Zukunft im Betrieb denkst, wie wird sich deine Arbeit in, sagen wir mal, zehn Jahren verändern?

00:15:10: Wie wird euer Betrieb aussehen und welche Rolle werden Frauen daran spielen?

00:15:15: Es wird große Veränderungen geben, gerade auch durch KI, durch neue Materialien, durch Innovationen.

00:15:23: Ganz klar, Frauen waren sehr, sehr wichtig vor... der Betrieb vor unserem Betrieb war und es war auch, hoffe ich mal, mehr Frauen auf der Baustelle sein.

00:15:38: Denkst du, dass es künftig noch ein Unterschied machen wird, ob die Arbeit von einem Mann oder einer Frau erledigt wird?

00:15:44: Also technisches Wissen und oder Kommunikationsstärke bringen ja typabhängig beide Geschlechter gleichermaßen mit.

00:15:53: Mein Wunsch ist es, dass es kein Unterschied zwischen Männer und Frau gibt.

00:15:59: Denn es muss die richtige Person am richtigen Ort eingesetzt werden.

00:16:04: Und sie braucht noch die Hilfsmittel, die sie für diese Position auch braucht.

00:16:11: Jetzt habe ich noch eine persönliche Frage.

00:16:15: Gibt es eine Geschichte aus deinem Arbeitsalltag, die dir besonders ungedächtnisgeblieben ist?

00:16:20: Eine, die zeigt, warum du deinen Job liebst.

00:16:25: Vor einiger Zeit ist eine gute Bekannte.

00:16:30: auf mich zugekommen und hat mir erzählt, dass ihr Mann Willi einen Schlaganfall hat.

00:16:38: Er konnte seine Intimhygiene nicht mehr selbstständig machen und sie hat ihn immer gewaschen, gepudert und gemacht.

00:16:49: Aber Willi war trotz ihrer wirklich tolle Pflege Wund und hatte natürlich Schmerzen, weil Wundzeit tut einfach weh.

00:16:58: Ich habe ihr zu einem Duschwetzee geraten, ist mir nachher auch kurz darauf nah, tatsächlich auch bei Ihnen eingebaut hand, habe sie Wochen später beim Eikaufer zufällig troffen und haben sich gefragt, du, wie geht es jetzt auch Willi?

00:17:15: Sie hat freudestrahlend berichtet, dass ihr Mann Willi jetzt singend und pfeifend auf seinem Thron sitzt und einfach der Vergangenheit angehört, er ist glücklich, sie ist glücklich, also alles absolut wunderbar.

00:17:37: Und genau um das dreht sich es doch, man muss Lösungen finden, Handicaps für Probleme.

00:17:46: Und das kann man auch mit schönen Bädern finden.

00:17:49: Und es kann auf das Krankheitsbild oder es muss auf das Krankheitsbild abgestimmt sein.

00:17:56: Das ist für mich auch ganz wichtig, so viel ich weiß, bin ich hier in der Gegend die einzige, wo wirklich Baderboot, die auch auf das Krankheitsbild abgestimmt sind, die aber auch schön sind, barrierefrei, zukunftsfähig.

00:18:14: Momentan baue ich gerade ganz tolles Wohlfühlbad für eine Familie.

00:18:19: Da ist wirklich Design steht da im Mittelpunkt, aber auch Zukunftsfähigkeit.

00:18:24: Also wir haben Wandgestaltung mit Echtholzwandpanelen.

00:18:28: Wir haben ganz tolle Fließe natürlich auf dem Boden rutschhemmend, teilweise glatt verputzte Wände.

00:18:36: Die Beleuchtung, die kennen wir, ist hell oder kann man auch stimmungsvoll einstellen.

00:18:44: Je nachdem wie man das auch möchte oder wer in der Familie was möchte.

00:18:48: Die Dusche ist selbstverständlich Bodeeben.

00:18:51: Wir haben zwei breite Pendeltüren.

00:18:54: Das sieht absolut schick aus des Bad.

00:18:57: Wir haben ein beheizter Duschsitz, den wir über das Fußboderheizung.

00:19:02: Mitgestaltet hat, das lädt natürlich dazu ein, da auch länger zu verwählen.

00:19:07: Ein Dusch-WC ist drin.

00:19:08: Ein super Waschtisch mit Unterschrank, der aber tatsächlich auch später demontiert wurde, wenn man es dann tatsächlich mal brauchen sollte.

00:19:19: Also ein super tolles Bad für jetzt und für später.

00:19:23: Ah, so ein Bad würde mir auch absolut gefallen.

00:19:28: Wenn du heute zurückblickst, was hättest du deinem jüngeren Ich gern gesagt?

00:19:35: Mut wird belohnt.

00:19:37: Du kannst alles schaffen, was du wirklich willst und glaub an dich und lass die anderen reden.

00:19:45: Was macht dich heute am meisten stolz als Frau im Handwerk?

00:19:51: Die Laidenschaft zum Beruf gemacht zu haben.

00:19:54: Ich stehe jeden Tag an der Fund.

00:19:57: Stolz?

00:19:58: macht mich ganz klar, dass ich gemeinsam mit anderen Handwerkern auch aus unterschiedlichen Worten arbeiten darf, stolz in einem männerdominierten Bereich voll wertgeschätzt zu werden und stolz auch außerhalb vom Betrieb bei SHK-Kollegen anerkannt zu sein.

00:20:20: Die Arbeit macht mich glücklich, befriedigt mich, ist kreativ.

00:20:25: Und ich bekomme ganz, ganz tolle Rückmeldungen.

00:20:30: Wunderbar, das hört sich super an.

00:20:33: Bitte Vervollständige, zum Abschluss noch einen Satz für uns.

00:20:37: Handwerk ist für mich.

00:20:40: Eläbte Ladenschaft und die Möglichkeit, meinen Kindheitstraum zu verwirklichen.

00:20:48: Für mich persönlich ist klar geworden, dass das Handwerk nur dann attraktive Frauen ist, wenn Respekt und echte Augenhöhe gegeben sind.

00:20:56: Ja, wie übrigens überall im Leben.

00:20:58: Es geht, wie du gesagt hast, um die Zusammenarbeit für das Projekt beim Kunden und nicht, ob die Arbeit durch Männer oder Frauen erbracht wird.

00:21:07: Danke, liebe Andrea, für diesen inspirierenden Einblick in dein Berufsleben und dein persönliches Engagement im SHK-Handwerk.

00:21:15: Du bist ganz klar mit Empathie, großem Fachwissen und Durchsetzungsvermögen unterwegs und hast uns gezeigt, dass Wandel im Handwerk nicht nur möglich, sondern auch nötig ist und dass Frauen im SHK-Handwerk längst mehr als Exoten sind.

00:21:31: Und zum Schluss.

00:21:32: Andrea, wie kann man dich oder deinen Betrieb finden, wenn jemand mehr erfahren möchte?

00:21:38: Ganz klar auf unserer Website unter www.gabrielgmbh.de oder beim persönlichen Gespräch zum Beispiel beim Verbandstag in Rust nächstes Jahr im Juli.

00:21:52: Oh, man findet dich im Freizeitpark.

00:21:56: Wer also gerne im Anschluss an den Verbandstag zusammen mit Andrea Achterbahn fahren möchte, sollte sich im Julienrust einfinden.

00:22:05: Vielen Dank, lieber Andrea.

00:22:07: Vielen Dank, Lebeka Dritt.

00:22:10: Frauen im Handwerk ist ein unabhängiger und überparteilicher Podcast für das SRK Handwerk.

00:22:17: Mehr zur SBZ und zu unseren Angeboten wie Newsletter und Magazin findet ihr unter www.sbz-online.de.

00:22:27: Danke fürs Zuhören!

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