Ein Gesicht für das moderne SHK-Handwerk: Ausbildungskampagne „Zeit zu starten“
Shownotes
In der dritten Folge des Podcasts „Frauen im Handwerk“ spricht Katrin Drogatz-Krämer, Fachredakteurin der SBZ – Das SHK-Magazin, mit Simran Singh. Sie ist Anlagenmechanikerin im dritten Ausbildungsjahr und ehrenamtliche Ausbildungsbotschafterin des Fachverbands SHK Baden-Württemberg.
Simran zeigt eindrucksvoll: Das SHK-Handwerk ist längst keine Männerdomäne mehr. Mit Engagement, Begeisterung und der Ausbildungskampagne „Zeit zu starten“ motiviert sie junge Menschen, neue Wege im Handwerk zu gehen und eigene Leidenschaft zu entdecken.
Im Podcast erzählt sie, • wie sie ihre Leidenschaft fürs SHK-Handwerk gefunden hat • warum sie als junge Frau den Schritt ins Handwerk gewagt hat • welche Erfahrungen sie als Ausbildungsbotschafterin macht • und was sie anderen jungen Menschen rät, die einen Einstieg ins Handwerk suchen.
Eine inspirierende Folge über moderne Ausbildung, gelebte Vorbilder und die neuen Chancen für Frauen im SHK-Handwerk.
Jetzt reinhören und motivieren lassen!
Transkript anzeigen
00:00:05: Sie werden schockiert, dass ich auf dem Bau bin, wie eine Frau auf dem Bau.
00:00:14: Willkommen zu Frauen im Handwerk, dem Podcast der SPZ.
00:00:18: Wir sprechen mit Frauen, die im Sanitär, Heizungs- und Klimahandwerk nicht nur mit anpacken, sondern auch die Branche prägen.
00:00:27: Es geht um Macherinnen und moderne Wege im Handwerk.
00:00:30: Wir schauen hinter die Kulissen eines Gewerks, das im Wandel ist und hören denen zu, die es mitgestalten.
00:00:35: Mein Name ist Katrin Drogatz-Kremer, ich bin Fachredakteurin der SPZ, das SRK-Magazin und ich spreche heute mit einer jungen Frau, die zeigt, dass Handwerk längst keine Männersache
00:00:45: mehr ist.
00:00:47: Simran Singh ist zweiundzwanzig Jahre alt, sie ist ehrenamtliche Ausbildungsbotschafterin des Fachverbandes SHK Baden-Württemberg und im dritten Ausbildungsjahr als Anlagenmechanikerin bei SFS Scheible in Ammerbuch und somit auch die erste weibliche Auszubildende in der Geschichte des Unternehmens.
00:01:09: Simran, schön, dass du da bist.
00:01:10: Hi.
00:01:12: Bitte
00:01:12: nimm uns mal mit an den Anfang deiner Reise ins SHK Handwerk.
00:01:16: Wie war das bei dir nach der Realschule?
00:01:19: Wolltest du schon immer ins Handwerk?
00:01:23: Ich sag mal so, ich wollte eigentlich schon in den Handwerk rein.
00:01:28: Aber ich wollte eigentlich tatsächlich beim Mercedes arbeiten.
00:01:32: Also dieses Mercedes, BMW, Porsche.
00:01:35: Aber ich habe die Jungs immer bei uns ein Armerbuch gesehen, wie die halt auf den Dach waren, Korrektoren montiert haben.
00:01:43: Und dann musste ich so oder so ein Praktikum machen.
00:01:46: und dann habe ich so ein Praktikumswoche gehabt.
00:01:49: beste Praktikungswoche, die ich je hatte.
00:01:51: Und dann bin ich so eingestiegen gehabt.
00:01:53: Aber auch als klein auf, habe ich immer mein Papa geholfen, mein Autos zu arbeiten, so ein bisschen einfach nur ein bisschen mitzuhelfen.
00:02:00: Und da ist auch schon, glaube ich, die Neugier erweckt worden von mir.
00:02:03: Okay.
00:02:03: Und das hatte ich am Ende davon überzeugt, eine Lehre im SHK-Bereich zu machen.
00:02:09: Ja.
00:02:10: Ah, okay.
00:02:11: Und wie bist du eigentlich auf deinen Ausbildungsbetrieb aufmerksam geworden?
00:02:15: Ich habe gehört, dass es dort diese auffälligen, roten Firmenbusse gibt.
00:02:20: Ja, sehr auffällig.
00:02:21: Also sehr, sehr auffällig.
00:02:24: Aber ich habe in Ammerbuch gewohnt gehabt, genau in Poldring.
00:02:28: Der Betrieb war auch zehn Meter von mir entfernt.
00:02:32: Also habe ich gedacht, warum nicht?
00:02:35: und deswegen.
00:02:36: Ja, es war gleich um die Ecke, also war für mich Jackpot.
00:02:39: Musste ich spät aufstehen, musste ich nicht direkt, also früher aufstehen, allgemein runterlaufen.
00:02:45: Sehr gut.
00:02:47: Was begeistert dich am meisten im Heizung, Klima und Sanitärhandwerk?
00:02:52: Was mich am meisten begeistert, ist tatsächlich Heizung.
00:02:57: Also... Allgemein jetzt Heizraummontage, also Demontage und allgemein dann das alles neu zu machen.
00:03:05: Die Rohre zu verlegen, Pufferspeicher oder Fußbodenheizung.
00:03:11: Weil es ist für mich ein Kunst, also aber nur von den Handwerkern, weil ein Heizraum kann so schön aussehen, danach geordnet und alles so wie es sein sollte, wie Kunst.
00:03:22: So einfach wie da Vinci das früher gemacht hat, aber wie er Handwerk mit Heizräumen, also Heizung tatsächlich, ja.
00:03:29: Mhm, okay.
00:03:31: Wie hat eigentlich dein Umfeld darauf reagiert, als du gesagt hast, ich werde Anlagenmechanikerin?
00:03:39: Meine Mama war schockiert, muss ich zugeben.
00:03:42: Mein Papa war stolz auf mich.
00:03:44: Endlich mal meine Tochter macht, was richtig stark ist, so was ein Männerberuf ist.
00:03:50: Mein Bruder war so, okay, ist halt so, aber meine Freunde ... waren halt schockiert, weil die hatten niemals erwartet, dass ich auf dem Bau gehe.
00:04:00: Die dachten ZFA, MFA oder irgendwie im Büro sitzen, aber die hatten, die waren schockiert, aber jetzt sagen sie so, Respekt, dass du sowas machst, hätte ich niemals erwartet.
00:04:16: Ja.
00:04:18: Das klingt, als wärst du mit viel Neugier gestartet.
00:04:22: Und ja, aber auch sicherlich mit einigen Herausforderungen.
00:04:27: Wie war es als einzige Frau im Betrieb zu starten?
00:04:30: Gab es Skepsis, Vorteile?
00:04:33: und falls ja, wie bist du damit umgegangen?
00:04:37: Also ich muss zugeben, die Jungs mussten sich erst mal an mich gewöhnen.
00:04:41: Ich war die erste, also die erste Frau sag ich jetzt mal.
00:04:45: Es war aber so, dass die Jungs so ein bisschen mir dieses, sag ich mal, Princess Treatment gegeben haben, sag ich mal.
00:04:52: Nein, das musst du nicht machen.
00:04:54: Alles gut, wir machen das für dich.
00:04:57: Die schweren Sachen musst du nicht tragen.
00:04:59: Ich trage das für dich.
00:05:00: Alles gut, dieses, wie gesagt, Princess Treatment, sag ich mal.
00:05:04: Aber dieses ... Auch auf dem Bau, den Kunden sag ich mal, es gab mal so einen Vorfall, aber es ist halb so schlimm, die waren schockiert, dass ich auf dem Bau bin, wie eine Frau auf dem Bau oder allgemein, wenn ich auf dem Trockenbau bin, also Rohbau bin, schauen auch andere Handwerker so richtig schockiert, wow, warum ist sie hier, was macht die hier, so diese, diese Blicke, diese, wie soll ich sagen, dieses... Krass, Respektblick.
00:05:36: Aber auch so ein bisschen so... Was macht die hier?
00:05:39: So ist es ein Männerjob, kein Frauenjob.
00:05:42: Ja.
00:05:44: Gab es da auch mal eine Situation, in der du das Gefühl hattest, dich besonders beweisen zu müssen?
00:05:50: Ja, gab es schon tatsächlich.
00:05:53: Also ich hab von Anfang an selbst... Erkannt, dass die Männer hundert Prozent geben, aber dafür müssen die Frauen hundertzehn Prozent geben, um den gleichen Niveau zu sein, wie die Männer, um die gleiche Anerkennung zu kriegen, wie die Männer.
00:06:08: Weil wir Frauen auf dem Bau, wir haben es nicht leicht.
00:06:11: Also diese Kälte, diese schweren Sachen zu tragen, diese allgemein, diese, man kriegt komische Blicke zugeschoben, diese Sprüche und was weiß ich noch was.
00:06:23: Aber ich hatte dieses Gefühl, ich musste mich beweisen, habe ich auch, weil ich halt wirklich, zum Beispiel, ich wurde ausgezeichnet als Lehrling des Monats oder habe eine Auszeichnung bekommen, die Jungs sind auch so, die haben gesagt.
00:06:36: Die kann was.
00:06:37: Wir haben sie unterschätzt.
00:06:39: Viele sagen das auch zu mir.
00:06:40: Auch die Kunden sagen so, wow, die haben mich in der Zeitung sogar öfter mehrere Male gesehen.
00:06:45: Ich habe sie doch in einer Zeitung gesehen.
00:06:47: Ich finde es krass, dass sie so was machen.
00:06:49: Ich habe mich bewiesen, dadurch, was ich alles gemacht habe.
00:06:53: Und das war mir schon wichtig tatsächlich, dass man auch sieht, ich kann das auch oder allgemein die Frauen können das auch.
00:07:00: Nicht nur die Männer.
00:07:02: Also hat sich das Verhalten deiner Kollegen und auch der Handwerker anderer Gewerke auf den Baustellen stellen, die du auch siehst, dir gegenüber schon verändert oder hat es eine Zeit gebraucht?
00:07:14: Also es hat sich schon verändert, muss ich zugeben natürlich im positiven Sinne, aber es hat sich bis, es hat ein bisschen gebraucht, es hat wirklich ein bisschen gebraucht.
00:07:24: Also ich glaube im ersten Lehrjahr bist du Schritt für Schritt und dann ab dem zweiten Lehrjahr da... hat es sich so gelegt.
00:07:33: Weil ich bin jetzt eh im letzten Lehrjahr, im vierten mach jetzt Abschlussprüfungen, alles allgemein, aber es hat sich jetzt nach einer Zeit, hat sich alles gelegt.
00:07:43: Und wie ist das miteinander bei euch im Betrieb generell?
00:07:49: Bei uns ist es so, wir sind eine Familie.
00:07:53: Spielen jeden Mittwoch, also die Jungs, die machen so Sporttage.
00:07:57: Zum Beispiel jetzt vorgestern und gestern haben wir Tischtennis gespielt.
00:08:01: Bei uns im Geschäft hatten wir Spaß, haben wir Pizza gegessen, haben viel gelacht.
00:08:06: Wir sind, wie gesagt, eine Familie.
00:08:07: Wir machen zusammen alles.
00:08:09: Wir helfen gegenseitig.
00:08:10: Zum Beispiel, wenn bei mir was passieren sollte, allgemein auf der Baustelle, kann ich immer mal meinen Chef oder mein Geselle fragen.
00:08:17: Wir sind immer für einen da.
00:08:20: Allgemein, wir unterstützen uns gegenseitig.
00:08:22: Wo wir können.
00:08:24: Und wie gesagt, eine Familie sind wir alle geworden.
00:08:28: Es gibt keine Vorurteile, gar nichts wie Unterstützung.
00:08:30: Wir lachen auch über Scherze, die einer, die ich an Fehler gemacht hätte.
00:08:36: Ich erlache selber darüber und die Jungs halt mit mir.
00:08:39: Also es ist halt ein lustiger Spaß so.
00:08:41: Aber der Verhalten finde ich sehr gut eigentlich bei uns.
00:08:44: Ja, das
00:08:45: ist so schön.
00:08:46: Du erzählst von richtig schönen Momenten.
00:08:49: Ja.
00:08:51: Dann lass uns mal darüber sprechen, was dir am meisten Freude macht.
00:08:55: Welche Projekte machen dir besonders Spaß?
00:08:58: Sanitärheizung oder Klima?
00:09:00: Du sagst, das ist die Heizung.
00:09:04: War das von Anfang an so?
00:09:07: Nein.
00:09:07: Also eigentlich hatte ich am meisten Spaß am Anfang.
00:09:13: Fertigmontage, Sanitär, dieses Endergebnis zu sehen.
00:09:17: Also ich will jetzt nicht sagen, dass ich halt so mehr liebe als Sanitär.
00:09:19: Beides macht Spaß, aber Sanitär war so klar, dieses Waschtisch oder WC montieren, das Endergebnis zu sehen und der Unterschrank zum Montieren spiegelt.
00:09:30: Wunderschön bei Frauen lieben, Bäder.
00:09:32: Es gibt nichts besseres als Bäder für Frauen.
00:09:35: Bäder ist halt für die Frauen ein... sage ich mal, ein Königreich außer halt die Schuhe und halt Klamotten.
00:09:41: Aber, nee, aber Heizung ist dann so geworden, weil, also ich habe ein Projekt, wie gesagt, gemacht gehabt, von Anfang bis Ende und dem Montage neue Rohre verlegen.
00:09:50: Und da habe ich schon realisiert, Heizung ist was ganz Besonderes.
00:09:55: Natürlich sein Interlüftung, Klima, alles auch Wärme pumpen, was auch alles dazugehört.
00:10:00: Aber Heizung hat mich Tatsächlich die Neugier sehr erweckt.
00:10:04: Also ich hab mich, sag ich mal, in diesem Bereich Heizung sehr verliebt, ohne komisch zu klingen.
00:10:09: Aber ich hab mich wirklich verliebt, dieses Heizung.
00:10:12: Ja.
00:10:13: Gibt es
00:10:13: da ein Projekt, auf das du ganz besonders stolz bist?
00:10:19: Ich sag mal so, ich bin bei allen Projekten, wo ich, sag ich mal, mit dabei war, stolz.
00:10:26: Es gibt nicht einen... Ein prezifisches Projekt, was ich jetzt gemacht habe, wo ich sage, ich bin da am meisten stolz.
00:10:32: Ich bin einfach tatsächlich bei jedem Projekt, wo ich mitarbeiten durfte, da mit dabei war, sehr stolz drauf.
00:10:39: Also es gibt kein Lieblingsprojekt, sag ich mal.
00:10:43: Mal ehrlich, wie oft wirst du auf der Baustelle noch?
00:10:45: gefragt, ob du auch tatsächlich im richtigen Beruf gelandet bist.
00:10:51: Wie kreativ sind deine Antworten mittlerweile?
00:10:54: Also erstens so oft.
00:10:55: Ich werde zu oft noch gefragt.
00:10:57: In Allting-Rettungszentrum werde ich auch schon mehrere Male schon gefragt.
00:11:00: So, das ist ein richtiger Job.
00:11:03: Nee, ich tu nur so.
00:11:04: Ich tue nur so, nee, ich glaube nicht.
00:11:06: Ich hatte lieber im Büro sitzen sollen, ja.
00:11:09: Oder ich gebe manchmal auch Antworten so, ja du, ich weiß auch nicht, was ich hier mache.
00:11:14: Ich habe keine Ahnung, ich habe es einfach rausgewählt.
00:11:16: Einfach diese komischen Antworten einfach geben, irgendwie lustige Antworten.
00:11:21: Aber am Anfang habe ich schon gesagt, so war ich stolz drauf.
00:11:24: Ich bin immer noch stolz drauf, so ist es nicht.
00:11:27: Ich sag so, ja, ich habe den richtigen Job außerwählt, aber mittlerweile rede ich einfach so, nee, ich tue nur so.
00:11:34: Nee, das war ein Fehler.
00:11:37: Aber ich lach halt nebenbei.
00:11:38: Also, man kann schon verstehen, was ich gemeint hab.
00:11:41: Und was hat sich an dir selbst verändert, seit du im Handwerk arbeitest?
00:11:47: Ich bin selbstbewusster geworden.
00:11:50: Ich bin stärker geworden.
00:11:52: Ich lass mir nichts mehr gefallen.
00:11:56: Ich kann meine eigene Meinung sagen, denn... Mir, also wenn ein Azubi, sage ich mal, gleich immer noch Azubi, wenn ein Azubi mit einem anderen Lehrjahr am zweiten oder im ersten Lehrjahr mir was sagen würde, natürlich kann ich zurück sprechen.
00:12:09: Auch wenn mein Geselle mir was sagt, natürlich gebe ich auch eine direkte Antwort zurück.
00:12:15: Früher war ich sehr schüchtern, ich habe mir alles gefallen lassen, sage ich mal.
00:12:19: Aber seitdem ich auf dem Bau bin und ich dank auch halt... die Jungs in meinem Betrieb, die haben mich auch sehr selbstbewusster gemacht und auch sehr so, dass ich so antworten kann, direkt antworten kann, dass ich mir nichts mehr gefallen lassen kann.
00:12:32: Also ich bin, ich habe mich sehr weiter entwickelt, sage ich mal so persönlich auch, ja.
00:12:39: Du hast ja als ehrenamtliche Ausbildungsbotschafterin viel Kontakt zu anderen jungen Menschen.
00:12:45: Da steckt richtig viel Engagement drin.
00:12:48: Wie bist du eigentlich dazu gekommen, Ausbildungsbotschafterin beim Fachverband zu werden?
00:12:53: Fand da so eine Art Casting statt?
00:12:57: Na ja, Casting nicht so ganz.
00:12:59: Also ich bin ja im Handwerkskammer Reutlingen, haben die mir mal so... Ich glaube eine E-Mail oder Brief geschickt, also bei uns ins Geschäft.
00:13:12: Und ich habe dann halt mein Chefs gefragt, du wärst möglich, dass ich da hingehen könnte, so für Frauen unterstützen, Frauen unterstützen, Frauen.
00:13:19: Und dann meinte ich, ja klar, warum nicht?
00:13:20: Da bin ich halt rüber gegangen.
00:13:22: Und dann, es war so dieser Schnuppertag.
00:13:25: Man kann.
00:13:26: gucken, ob es was für dich ist oder nicht.
00:13:29: Und dann habe ich so gemerkt, ja, es ist was für mich.
00:13:32: Und ich habe dann halt quasi, sag ich mal, beworben in dem Sinne.
00:13:38: Und dann haben die gesagt, ja, okay, warum nicht?
00:13:39: Dann sag ich mal, ich habe meine Bewerbung angenommen.
00:13:43: Und dadurch ist es dann halt entstanden.
00:13:45: Und dann seitdem gehe ich auch in den Schulen, zeige halt meine Ausbildung, präsentiere denen, was ich mache, alltagmäßig, alles allgemein.
00:13:55: Ja, und dann hat es sich so weiter verbreitet, sage ich mal.
00:13:59: Sehr cool.
00:14:01: Was sind deine nächsten Ziele nach der Ausbildung?
00:14:03: Wo siehst du dich in ein paar Jahren im SHK-Bereich?
00:14:08: Ich glaube, also mir ist tatsächlich wichtig, die Ausbildung erstmal zu bestehen, so oder so.
00:14:14: Die Zukunft, ich weiß nicht, was mir die Zukunft was passieren wird, aber was ich mein Ziel danach gesetzt habe, nachdem ich also Februar bestanden habe, mein Meister zu machen.
00:14:25: Das ist mein nächster Ziel.
00:14:28: Also ich möchte unbedingt mein Meister machen und einfach so dieses, wenn ich schon hart drei Jahre, dreieinhalb Jahre in der Schule war, um diese Ausbildung bestanden habe.
00:14:38: Natürlich möchte ich mich weiterentwickeln und mich hochsteigern wie möglich.
00:14:43: Deswegen Mein nächster Zivere, mein Meister irgendwann, auf jeden Fall, ja.
00:14:49: Und was möchtest du jungen Frauen mitgeben, die sich noch nicht sicher sind, ob sie den Weg ins SHK-Hanberg einschlagen wollen oder möchten?
00:14:58: Also was ich weitergeben kann, ist, dass wir Frauen im SHK-Bereich es vielseitig.
00:15:05: Erstens, zweitens.
00:15:08: Dadurch, dass wir so alles machen, weil wir zum Beispiel, wir sind gefühlt Maurer, Betonierer, Gärtner, alles drum und dran, kann man viel auch selber zu Hause machen.
00:15:19: Aber auch, was ich geben kann, ist, nimmt euch die Mut, macht Praktikums, egal, bei welcher Firma, macht Praktikers, schaut, ob es was für euch ist oder nicht.
00:15:29: Wenn es nicht ist, alles gut, guckt woanders nach.
00:15:33: Aber auf dem Bau zu sein, eigentlich in welchem... Handwerk, man ist, es ist eine andere Welt.
00:15:39: Man ist auf eine andere Welt.
00:15:40: Es sind zwei unterschiedliche Welten, wo man lebt.
00:15:44: Also wie ich auch gerade lebe, das ist wirklich wunderschön.
00:15:48: Muss ich zugeben.
00:15:49: Also nehmt euer, nehmt den Mut und traut euch einfach.
00:15:54: Was kann schlimmsten Fall passieren?
00:15:56: Nichts.
00:15:57: Nichts.
00:15:59: Wenn du an die sechzehnjährige Simran denkst, was würdest du ja heute sagen?
00:16:05: Ich hätte tatsächlich gesagt, gebt nicht auf.
00:16:08: Gebt einfach nicht auf, mach einfach weiter.
00:16:11: Egal welche Fehler du gemacht hast in dem Alter, mach es, du lernst raus, dadurch wirst du stärker.
00:16:18: Ich würde mir also ein sechzehnjähriger Simran sagen, mach einfach weiter, gebt nicht auf, ziehst durch, egal was passiert, ziehst durch, gebt nicht auf.
00:16:29: Jetzt möchte ich dir noch ein kleines Geheimnis entlocken.
00:16:32: Ah, jetzt kommt's.
00:16:33: Jetzt bin
00:16:34: ich gespannt.
00:16:47: Ich glaube, dass ich diesen Beruf lieben werde, hätte ich nie erwartet.
00:16:54: Dass ich wirklich SRK lieben werde, hätte ich niemals gedacht.
00:16:59: Ich hätte gedacht, irgendwann breche ich ab.
00:17:02: Irgendwann, ich war irgendwo im ersten Lehrjahr, nee, gar kein Bock mehr, ich will das nicht mehr.
00:17:07: Oder nach der Zwischenprüfung, aber ich hätte niemals erwartet, dass ich SRK so lieben werde.
00:17:13: Niemals.
00:17:15: Und was wünschst du dir für die Zukunft des SRK-Handwerks?
00:17:21: Ganz generell,
00:17:23: dass es einfach vielseitiger wird, noch mehr.
00:17:29: Also, dass man viel mehr, sag ich mal, neue Sachen einbauen kann, so irgendwie neue Produkte entwickelt.
00:17:38: Ich weiß nicht wie es sagen soll, so richtig groß wird, wirklich, also so mehr als Bau wird, so.
00:17:44: Ich weiß nicht wie es erklären soll, aber ja,
00:17:46: ich glaube wir verstehen das.
00:17:48: Und zum Schluss, was macht dich heute als Frau am Handwerk am meisten stolz?
00:17:53: Dass ich... im SHK-Bereich bin und dass ich auf dem Bau bin und dass ich das komplett liebe und dass ich wirklich alles gelernt habe und noch sehr, sehr viel weiter lerne, dass ich im SHK-Bereich bin.
00:18:09: Ja, und dass ich halt wirklich, wie es so weiterentwickelt hat, was halt ich niemals erwartet.
00:18:16: Niemals.
00:18:18: Vielen Dank, Sie im Rahmen.
00:18:21: Kein Problem.
00:18:22: Wo wirst du das nächste Mal für den Fachverband unterwegs sein?
00:18:26: Wo sieht man dich?
00:18:27: Vielleicht im Internet, Instagram, YouTube, TikTok, irgendwo bestimmte Plakaten oder Flyer.
00:18:34: Ich weiß es nicht, ich warte mal ab.
00:18:36: Irgendwo will ich immer zu sehen.
00:18:38: Irgendwo immer.
00:18:40: Das war Frauen im Handwerk.
00:18:42: Ich bin Katrin Drogatz-Kremer, Redakteurin der SPZ, das ESSERK-Magazin.
00:18:46: Danke fürs Zuhören und bis zur nächsten Folge.
00:18:50: Frauen im Handwerk ist ein unabhängiger und überparteilicher
00:18:53: Podcast
00:18:54: für das SRK-Handwerk.
00:18:56: Mehr zu SBZ und zu unseren Angeboten wie Newsletter und Magazin findet ihr unter www.sbz-online.de.
Neuer Kommentar